Frankfurt (Oder) Beschreibung Frankfurt (Oder)  
 
   
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Frankfurt (Oder)

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Frankfurt (Oder) Artikel

Wappen Karte
Frankfurt (Oder) Beschreibung Frankfurt (Oder) Beschreibung
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Kreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 147,60 km² (bebaut 16 km²)
Einwohner: 67.156 (30.11.2003)
Bevölkerungsdichte: 455 Einwohner/km²
Höhe: 40 m ü. NN
Postleitzahl: 15201-15236
Vorwahl: 0335
Geografische Lage: 52° 21' n. Br.
14° 33' ö. L.
KFZ-Kennzeichen: FF
Amtliche Gemeindekennzahl: 12053000
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder)
Website: www.frankfurt-oder.de
E-Mail-Adresse: pressestelle@frankfurt-oder.de (mailto:pressestelle@frankfurt-oder.de)
Politik
Oberbürgermeister: Martin Patzelt (CDU)

Der Talweg der Oder markiert die Grenze zur Republik Polen. Im Laufe der Geschichte gab es verschiedene Schreibweisen. Seit dem 1. Januar 1999 darf die Stadt die Zusatzbezeichnung "Kleiststadt" führen, die aber nicht Bestandteil der amtlichen Schreibweise ist.


Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Briefe und Aufzeichnungen. Lehreich und emotional! Das Buch ist auf jedem Fall informativ, gut geschrieben und sehr fesselnd. Ich würde es jedem empflehlen, der sich für das Thema interessiert. Die anderen Personen rücken schon etwas in den Hintergrund und werden als nicht so wichtig dargestellt. Dabei war Sophie Scholl nicht von Anfang an dabei! Gegründet wurde die Weiße...

Wappen

Das Wappen zeigt einen roten Hahn mit goldenem Kamm und goldenen Füßen. Er steht auf einem grünen Berg in weißem Feld, umrahmt von einem roten Stadttor. Über dem Tor schwebt ein Wappenschild mit dem Brandenburger Adler .

Buch-Tipp: Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Roman In Lübeck und um Lübeck herum Der Deutschen liebstes Kind. Wenn von Literatur geschwärmt, Lieblingsbücher genannt werden sollen, taucht auf vielen Listen Thomas Manns Buddenbrooks auf. Häufig ist das Erfolgskonzept dieses Familienromans kopiert worden, ohne jedoch jenen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen, den Thomas Mann mit dem Erscheinen...

Geschichte

Buch-Tipp: CIA Die Geburt der Politik aus dem Dilettantismus Das große Problem amerikanischer Organisationen - man mag das kaum glauben, aber nach diesem Buch ist es wirklich so - ist deren schlechtes Management. Und während in der Wirtschaft diese Schwäche noch durch grenzenlosen Optimismus und hohe Innovationskraft kompensiert werden kann, bleibt bei den staatlichen...

Nach 1200 stieg der Wasserspiegel der Ostsee und damit auch der Oder. Der von Wasserläufen und Sümpfen durchzogene, 6 km breite Lebuser Bruch wird schwerer passierbar. Bei der späteren Stadt Frankfurt verengt sich das Odertal auf 2 km. Dieser Übergang war leichter zu passieren und verkürzte den Weg zur Spree und damit über Havel und Elbe nach Magdeburg. Hier entwickelt sich eine Kaufmannssiedlung. Herzog Heinrich I. der Bärtige von Glogau fördert die Marktsiedlung. Er stammt aus der schlesischen Linie der Piasten und ist mit der Hl. Hedwig verheiratet. Die Marktsiedlung liegt an der Kreuzung der Fernhandelsstraßen Paris-Aachen-Berlin-Warschau-Moskau und Prag-Meißen-Krakau. Herzog Heinrich I. verleiht ihr 1225 das Markt- und Niederlagsrecht . Um 1226 wird die erste Kirche errichtet. Sie ist dem Hl. Nikolaus gewidmet. Auf diese Kirche geht die heutige Friedenskirche zurück. 1249 werden die Askanier Wilbrand von Käfernburg - Erzbischof von Magdeburg, Markgraf Johann I. und Markgraf Otto III. der Fromme, Urenkel Albrechts des Bären, Besitzer des Landes Lebus. Der Zuzug reicher Fernhändler aus Nordwestdeutschland und Flandern verstärkt sich.

Buch-Tipp: Das Perlenmedaillon. Super! Erzählt wird die Geschichte zweier Frauen in dem Mittelalter von sehr unterschiedlicher Herkunft. Halb verhungert schlägt sich das Bauernmädchen Anna nach Nürnberg durch und lernt sich dort zu behaupten. Helena, die Tochter eines angesehenen, wohlhabenden Patrizierhauses muß ihre große Liebe aufgeben und wird mit einem gefühlskalten Lebemann...

Verleihung des Stadtrechtes 1253

Der Schultheiß Gottfried von Herzberg verhandelt mit Markgraf Johann I. auf der Burg Spandau. Markgraf Johann I. stellt am Samstag, den 12.07 1253 die Urkunde zur Stadtgründung aus. Es soll das Berliner Stadtrecht gelten, das vom Magdeburger Stadtrecht abgeleitet ist. Am Montag darauf wird eine ergänzende Urkunde ausgefertigt. Diese Urkunde sichert der zukünftigen Stadt "Vrankenvorde" das alleinige Niederlagsrecht in ihrem Umkreis und mehr Land auch rechts der Oder zu. Der Ursprung des Namens Vrankenforde (an anderer Stelle auch: Frankenforde, Francfurd, Franckfurde usw.) ist nicht sicher. Deutsche Kaufleute werden in dieser Zeit gemeinhin "Franken" genannt. Das könnte die Erklärung für den ersten Teil des Namens der Marktsiedlung sein. Eine Furt ist eine flache Stelle in dem Fluss, an der man den Fluss überqueren kann. Eine flache Stelle in der Oder gibt es bei Frankfurt jedoch nicht.
Frankfurt (Oder) Beschreibung
Frankfurt (Oder) Beschreibung
Ältestes Wappen der Stadt Frankfurt (Oder)
Aus dem Jahre 1294 stammt das älteste überlieferte Stadtsiegel . Von diesem Stadtsiegel leitet sich das bis heute gültige Stadtwappen ab. Das Original-Siegel ist seit 1945 verschollen.
Buch-Tipp: Der China-Knigge. Eine Gebrauchsanweisung für das Reich der Mitte Wissen kompakt und sehr unterhaltsam Von diesem Buch war ich vollauf begeistert! Die Autoren, ein deutsch-chinesisches Ehepaar, informieren auf sehr kurzweilige Weise über das heutige China. Der Leser erfährt alles über Sitten und Gebräuche in dem Land, über die Mentalität der Chinesen, über die verschiedensten Lebensverhältnisse usw. usf. Zur...

Machtspiele 1326-1354

1326 trennt der Wittelsbacher Kaiser Ludwig selbstherrlich die Ehe der Markgräfin Margarete von Tirol (Gräfin Maultasch). Er gibt sie seinem Sohn Markgraf Ludwig zur Frau. Dadurch wird Tirol bayerischer Besitz. Durch diese Vorgänge fühlt sich der spätere Kaiser Karl IV. herausgefordert. Er ist der Bruder des geschiedenen Mannes von Gräfin Maultasch. Papst Johannes XXII. fühlt sich durch die Ehetrennung in seinen Rechten verletzt. Er nimmt gegen Kaiser Ludwig Partei und belegt ihn und seinen Sohn mit dem Bann. Die Untertanen waren damit vom Eid der Treue gegen ihren Markgrafen losgesprochen. Auch Frankfurt war von dem Bannstrahl betroffen. Es hält aber zu Markgraf Ludwig. Der Bischof von Lebus, Stephan II. verhandelte in dem Namen des Papstes mit König Wladyslaw I. von Polen (Lokietek (der Ellenlange)). Wladislaw verbündet sich mit den Litauern und fällt mit ihnen in die Mark Brandenburg ein. Das polnisch-litauische Heer belagert auch Frankfurt. Es hat jedoch keinen Erfolg. 1328 zieht noch stets das polnisch-litauische Heer durch die Mark. Die Frankfurter wagen Ausfälle aus der Stadt und überfallen die sorglosen Feinde in der Nähe von Tzschetzschnow (heute Güldendorf). Sie bringen dem polnisch-litauischen Heer eine empfindliche Niederlage bei. 200 Dörfer sind schon zerstört als Kaiser Ludwig endlich erscheint und Polen und Litauer vertreibt. Der Hass der Frankfurter wendet sich 1334 gegen der Lebuser Bischof Stephan II. Er hatte Polen und Litauer in das Land geholt. Außerdem hatte er schon früher mit Frankfurt Streit, weil er von ihm ungerechterweise den Zehnten verlangte. Unter Führung des Hauptmann Erich von Wulkow überfallen die Frankfurter die Bischofsresidenz Göritz und brennen die Domkirche und das bischöfliche Schloss nieder. Nach dieser Niederlage verhält sich der Bischof freundlich gegen Frankfurt. Er will sogar die Frankfurter Marienkirche zur Domkirche (Kathedrale) erheben. Dem widersetzt sich jedoch Kaiser Ludwig. Trotzdem kommt es zwischen der Stadt und dem Bischof zu einem Vertrag, im Frankfurt wieder das Abhalten von Gottesdienstes gestattet wird. Gleichzeitig wird der Bann aufgehoben. 1338 entstehen neue Zerwürfnisse zwischen Bischof Stephan II. und Frankfurt. Stephan beklagt sich bei Papst Benedikt XII. Frankfurt wird wieder mit dem Bann belegt. Die Bannbulle datiert vom 24.12 aus Avignon. 1348 taucht in der Mark ein Mann auf, der sich fälschlicherweise als der verstorbene Askanier Waldemar ausgibt. Der spätere Kaiser Karl IV. bedient sich dieses Mannes, um die den Wittelsbachern zugefallene Mark zu beherrschen. Frankfurt hält in dieser ausweglos erscheinenden Situation zum Wittelsbacher Markgraf Ludwig dem Älteren, weil es um seine Vorrechte fürchtet. Kaiser Karl IV. lässt Anfang Oktober die Stadt belagern. Er kann sie aber nicht einnehmen. Frankfurt lässt sich seinen Beistand von Markgraf Ludwig gut entlohnen. Es erhält das Recht Mühlen zu errichten, ihm wird das ihm bislang ca. verpfändete Geleit überlassen und der Stadt wird die Urbede, eine landesherrliche Steuer, erlassen. 1354 wird der päpstliche Bann durch Vermittlung des neuen Lebuser Bischofs Heinrich von Bantsch aufgehoben worauf sich der Handel und Reichtum anwachsen.

Buch-Tipp: Der Fürst "Wer die Ursache für die Macht eines anderen ist, richtet sich selbst zugrunde" Kaum ein Klassiker spaltet die Leserschar so sehr wie Nicolo Machiavellis Schrift "Il principe - Der Fürst". Je nach Betrachter wird das Werk als Bibel der modernen Managementkultur gefeiert oder wegen seiner rücksichtlosen Verherrlichung der Machtpolitik verteufelt....

Hanse, Hussiten, Universität

Frankfurt wird 1430 in den Akten der Lübecker Tagfahrt als Teilnehmer genannt. Ca. Mitglieder der Hanse dürfen an den Tagfahrten teilnehmen. Also ist Frankfurt spätestens seit diesem Jahr Mitglied der Hanse.

Die Hussiten brennen 1432 die Gubener Vorstadt ab. Auch das Kartäuserkloster wird in Schutt und Asche gelegt.

Auf das Jahr 1454 ist der Fisch über dem südlichen Schmuckgiebel des Rathauses datiert, der wohl das Recht der "Höhung" in den Heringsfässer symbolisiert. Frankfurt verliert 1496 in dem Rahmen der Stärkung der Zentralgewalt in Gestalt des Kurfürsten, der seine Residenz in Berlin eingerichtet hatte, die Freiheit der Ratswahl und das Oberste Gericht und muss die Urbede wieder zahlen.

1506 ist das Gebäude der Universität vollendet, die Stadt hat 1.100 Schock Groschen im prachtvollen Hauptgebäude verbaut. Dank des kurfürstlichen Rates Eitelwolf von Stein und Dietrich von Bülow , Bischof von Lebus und dann erster Kanzler der Universität Viadrina, beginnt Ende Januar mit der humanistischen Vorlesung des ersten "berufenen" Lehrers Axungia der Lehrbetrieb an der Universität. Am 26.04 findet in Anwesenheit des Kurfürsten Joachim I. und dessen Bruders Albrecht die feierliche Eröffnung statt. 950 Akademiker, unter ihnen der junge Ulrich von Hutten, finden sich in dem ersten Jahr ein, mehr als an jeder anderen deutschen Universität bisher. Erster Rektor wird der Leipziger Theologe Wimpina (Konrad Koch aus Wimpfen). Martin Luther schlug in dem Vorjahr in Wittenberg seine Thesen an, die sich auch gegen Albrecht, inzwischen Erzbischof von Magdeburg und Mainz, richten.

Die brandenburgische Universität reagiert mit einer Disputation am 20.01 1518 vor 300 Mönchen. Die dafür von dem Dominikanermönch und späteren Ablassprediger Johannes Tetzel eingereichten Antwort-Thesen hat jedoch der Rektor der Universität Viadrina Konrad Wimpina geschrieben. Sie werden von der Versammlung gebilligt, und Luther gilt damit als widerlegt. In dem folgenden wenden sich viele Studenten von Frankfurt ab und ziehen nach Wittenberg. In dem gleichen Jahr scheidet auf Wunsch des Kurfürsten Joachim I. Frankfurt förmlich aus der Hanse aus. 1535 wird in Frankfurt die erste bürgerliche Musiziergemeinschaft Deutschlands convivium musicum durch Jodocus Willich gegründet. In ihr beschäftigen sich zwölf Personen mit weltlicher Musik und diskutieren dabei musikalische Fragen.
Frankfurt (Oder) Beschreibung
Frankfurt (Oder) Beschreibung
Stadtansicht Frankfurt (Oder) von Sebastian Münster, 1548

1548 erscheint die älteste Stadtansicht von Frankfurt (Oder) in Sebastian Münsters "Cosmographey".

Buch-Tipp: Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Sonderausgabe In dem Strom Wer liebt, muß warten, muß leiden können. Wenn sich auch niemand vorstellen mag, dass es 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage dauern wird, bis die Sehnsucht nicht länger ungestillt bleibt. Schon Plato behauptete, Liebe ist ca. im, der liebt. Somit dürfte sich der unglücklich Verliebte Florentino Ariza auf der sicheren Seite des Lebens...

Der dreißigjährige Krieg erreicht 1626 die Stadt, als das von Wallenstein bei Dessau geschlagene Heer Ernst II. von Mansfeld durch die Stadt in Richtung Osten flüchtet. Kurfürst Georg Wilhelm fordert die märkischen Stände auf, ein stehendes Heer aufzustellen. Mit der Aufstellung von 3 Tausend Mann Fußvolk wird Oberst Hillebrand von Kracht beauftragt. Am 1. Mai werden hierfür "an den Vogelstangen nahe dem Carthaus" (dem heutigen Anger) neun Kompanien zu Fuß gemustert. Dieses Ereignis gilt als Gründung der 4. Grenadiere und wird als Gründung des preußischen Heeres überhaupt angesehen. In Frankfurt verbleiben zwei Kompanien zu Fuß, eine Kompanie zu Pferd wird noch hierher verlegt. 1627 verbündet sich der Kurfürst mit dem Kaiser, Frankfurt bekommt eine kaiserliche Besatzung. Die erst in dem Vorjahr hier aufgestellten 4. Grenadiere verlassen die Stadt. Zeitweise weilt Wallenstein in der Stadt. 1631 kommt der kaiserliche General Tilly nach Frankfurt, weicht jedoch mit der Hauptmacht des kaiserlichen Heeres vor den Schweden nach Westen aus. Der Befehlshaber der zurückbleibenden 5 Tausend Mann lässt die Vorstädte abbrennen, damit sich die aus Lebus anrückenden Truppen dort nicht festsetzen können. Der Rauch bewirkt jedoch das Gegenteil. In seinem Schutz trifft Gustav II. Adolf von Schweden Vorbereitung für die Eroberung der Stadt. Am 3.04 erfolgt der Angriff, die Kaiserlichen flüchten über die Oderbrücke, viele stürzen in den Fluss und ertrinken. Nach der Erstürmung der Stadt folgt eine Schreckensnacht, in der die siegreichen Truppen die Stadt plündern. Bald darauf bricht die Pest aus, der fast 4 Tausend Frankfurter zu dem Opfer fallen.

Buch-Tipp: Die Liebe in den Zeiten der Cholera. In dem Strom Wer liebt, muß warten, muß leiden können. Wenn sich auch niemand vorstellen mag, dass es 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage dauern wird, bis die Sehnsucht nicht länger ungestillt bleibt. Schon Plato behauptete, Liebe ist ca. im, der liebt. Somit dürfte sich der unglücklich Verliebte Florentino Ariza auf der sicheren Seite des Lebens...

Frieden und Krieg

Nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges 1648 gewinnt die Universität wieder an Bedeutung, 250 Studenten sind in diesem Jahr immatrikuliert. In dem Laufe des Dreißigjährigen Krieges hat sich die Einwohnerschaft von ungefähr 12 Tausend auf 2.366 verringert. Wirtschaftlich wird sich die Stadt von den erpressten Kriegskontributionen nicht mehr erholen. Mattheus Gottfried Purmann führt 1668 in Frankfurt die erste erfolgreiche Bluttransfusion vom Lamm auf einen Menschen auf deutschem Boden durch. Ein Herr Welslein wird durch Blutaustausch vom Aussatz (Lepra) geheilt - 200 Jahre bevor der Wiener Pathologe Dr. Karl Landsteiner geboren wird, der das AB0 - Blutgruppensystem entdeckt.

Bereits rund 23 Jahre vor der Einführung der allgemeinen Schulpflicht wird am 1.07 1694 in Frankfurt die erste Schule Brandenburgs eingeweiht und erhält den Namen Friedrichsgymnasium . Dieser ist zurückzuführen auf Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg und späteren Friedrich I., König von Preußen ("der schiefe Fritz").

Das preußische Regiment Nr. 24 "von Schwendy" erhält 1720 in Frankfurt sein Standquartier. In diesem Regiment dient auch Hans Joachim von Zieten als Fähnrich, der von seinem Regimentskommandeur wegen kleiner soldatischer Merkmale viermal bei der Beförderung übergangen wird, es später jedoch bis zu dem General bringt. Erster Regimentskommandeur wird Generalmajor Kurd Christoph von Schwerin.

Am 20.05 1757 trifft der über Dresden kommende Leichenzug des am 6. Mai bei Prag gefallenen Feldmarschall Kurd Christoph von Schwerin auf der Weiterreise nach Schwerinsburg (Pommern) ein. Von Schwerin wohnte von 1723 an lange Jahre als Regimentskommandeur und Inhaber des Infanterieregiments "von Schwendy" in Frankfurt. Auf dem Anger wird am 22.05 die Feier des Sieges in der Prager Schlacht gleichzeitig zur Trauerfeier für von Schwerin. Am 23.05 verlässt der Leichenzug Frankfurt.

Ende Juli 1759 besetzt eine russische Vorhut unter General de Villebois die Dammvorstadt. Die kleine Garnison unter Major von Arnim zieht nach kurzer Beschießung ab. General de Villebois fordert der Stadt 600 Tausend Thaler Kontributionen ab. Die später eintreffenden Österreicher stellen die gleiche Forderung. Dank des Verhandlungsgeschicks des Oberbürgermeisters Ungnad wird die Gesamtforderung auf 100 Tausend Thaler reduziert. Am 12.08 erlebt Friedrich II. seine schwerste Niederlage in der Schlacht bei Kunersdorf, wo die preußische Armee den vereinigten Russen und Österreichern unterliegt. Ihn selbst rettet eine Tabakdose, die eine elf Millimeter große Kugel abhält. 19 Tausend Mann finden den Tod; unter ihnen Ewald Christian von Kleist.

Am 28.04 1785 bricht während des Frühjahrshochwassers der Damm und die gesamte Dammvorstadt wird überschwemmt. Einziges Todesopfer ist Garnisonskommandant Leopold von Braunschweig, dessen Kahn auf dem Weg zu den Rettungsarbeiten umschlägt.

Buch-Tipp: Die Markgräfin. Toller Erzählstil mit eingebauter altmodischer Sprache! Dieses war mein erstes Buch von Sabine Weigand und ich war sehr überracht, was für ein tolles Buch seit Wochen in meinem Bücherregal schlummert. Es ist eine gelungende Erzählung über die Markgräfin Barbara von Brandenburg. Die historischen Ereignisse, die das Leben der Markgräfin wieder...

Napoleonische Kriege und Auszug der Universität

Seit Oktober 1806 ist die Stadt Garnisons- und Etappenort der Napoleonischen Armee.

Anfang Februar 1811 erreicht die Frankfurter die endgültige Nachricht von der Verlegung der Universität nach Breslau. Grund ist die in dem Vorjahr von Wilhelm von Humboldt in Berlin eröffnete Universität. Am 10.08 findet das Abschiedsfest der Studenten statt.

Nach ihrer Niederlage strömen 1813 die Reste der Napoleonischen Armee an Januar durch Frankfurt und brennen Ende Februar aus Angst vor den nachrückenden Russen die Oderbrücke ab. Anfang März verlässt die letzte französische Besatzung die Stadt. Nach einer Verordnung vom 17. März bildet sich eine Landwehr aus Freiwilligen.

Buch-Tipp: Die Mittagsfrau geschriebene Gefühle und gesehene Taten Wer gustav Mahler gehört hat, weiss, vovon diese Gefühlsbeschreibungen sprechen. Ein grossartiges Buch, das mir die eine oder andere Nacht geraubt hat, und mich mit Wort und Inhalt beeindruckte.

Entwicklung zu dem regionalen Verwaltungszentrum

Als Ersatz für die Verlegung der Universität nach Breslau wird Frankfurt zu dem 1.01 1816 Sitz der Regierung der Neumark und des Oberlandesgerichtes. 1826 wird der Kreis Frankfurt (Oder) aufgelöst, die Stadt wird kreisfrei. 1842 findet die Einweihung der Bahnlinie Berlin - Frankfurt (Oder) statt. 1895 wird die erste steinernen Oderbrücke eingeweiht.

Buch-Tipp: Die Stimmen des Flusses wundervolles Buch Gottseidank frei gehabt und deswegen in einem Rutsch gelesen ohne abzusetzen. Eines der seltenen, ganz großen Bücher des Jahres.

Die Stadt wird zu dem Ende des 2. Weltkrieges am 26.01 1945 zur Festung erklärt und evakuiert. Nach Räumung der Dammvorstadt sprengt die Wehrmacht die Oderbrücke. Vermutlich durch Brandstiftung kommt es vom 20. - 22.04 zu ersten großen Bränden. Die Rote Armee besetzt am 23.04 die Stadt, Oberst Alexejew wird Stadtkommandant. Durch Brandstiftungen in den folgenden Tagen wird die Innenstadt zu 93 Prozent zerstört. Schon in dem Mai wird durch eine provisorische Brücke die Verbindung zur Dammvorstadt wieder hergestellt. Entsprechend dem Potsdamer Abkommen wird Frankfurt (Oder) Grenzstadt. Die Dammvorstadt wird abgetrennt, innerhalb von zwei Tagen vollständig geräumt und zur heutigen polnischen Nachbarstadt Frankfurts, Słubice.

Frankfurt (Oder) Beschreibung
Frankfurt (Oder) Beschreibung
Frankfurt (Oder) von oben

1952 findet in Frankfurt die Unterzeichnung der Urkunde über die Markierung der Staatsgrenze zu Polen statt. Frankfurt wird Bezirksstadt, das heißt Verwaltungszentrum eines der fünfzehn Bezirke der DDR, die nach ihren Bezirksstädten benannt werden. Am 15.07 1991 wird die offizielle Gründung der Europa-Universität Viadrina per Rechtsakt vollzogen.


Wirtschaft


Ansässige Unternehmen

Öffentliche Einrichtungen

Staatliche Einrichtungen

  • Verwaltungszentrum von Ostbrandenburg .

Bildungseinrichtungen



Kultur und Sehenswürdigkeiten

Frankfurt (Oder) Beschreibung
Frankfurt (Oder) Beschreibung
Rathaus Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder) Beschreibung
Frankfurt (Oder) Beschreibung
Marienkirche Frankfurt (Oder)

Bauwerke

Marienkirche

St. Marien, 1945 stark beschädigt und dann ab 1980 zu dem "Kunstforum" ausgebaut, dient nun wieder als Hauptpfarrkirche. Nach 1253 wurde mit dem ursprünglichen Bau in den Formen der norddeutschen Backsteingotik begonnen. Die Bleiglasfenster der Kirche gab Russland 2002 zurück.

Weitere Kirchen

Als Kirchenbauten zu bezeichnen sind zusätzlich die Franziskanerkirche (heute Konzerthalle), die ev. Friedenskirche und St. Gertraud.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Sehenswert sind unter anderem das Rathaus, der Lenné-Park, die Heinrich von Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte und der Helenesee (ein renaturiertes Tagebauloch).


Wirtschaft

Medien

In Frankfurt (Oder) erscheint die Märkische Oderzeitung als tägliche Regionalzeitung für Ostbrandenburg mit 11 Lokalausgaben.== Städtepartnerschaften ==

Persönlichkeiten

siehe Persönlichkeiten aus Frankfurt an der Oder


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